Podcast Sone & Solche
Forschen im Kontext von Behinderung - wie und warum?
Unsere zweite Podcaststaffel startet mit dem Soziologen Maik Wiesen und der Theaterwissenschaftlerin Dr. Elena Backhausen. Beide forschen zum Thema Behinderung – allerdings in sehr unterschiedlichen Feldern.
Zu Elenas Forschung haben wir bereits eine Folge:
Folge 16: Warum sehbehinderte Läufer:innen Augenbinden tragen – wie die Paralympics Menschen sortieren, dort spricht sie über ihre Forschung zu Un:abhängigkeit im Sehbehindertensport bei den Paralympics.
Wir legen daher in dieser Folge einen kleinen Fokus auf Maiks Arbeit zu sexualpädagogischen Angeboten für Menschen mit Behinderung. Dabei geht es etwa um Aufklärung, Flirten bis hin zu spezialisierten sexuellen Dienstleistungen.
Wir sprechen darüber, was Behinderung eigentlich ist und stellen fest: Wir haben keine klare Definition für diesen Begriff. Dafür arbeiten die beiden mit verschiedenen Modellen, etwa dem relationalen Modell, das Behinderung als situativ und relational versteht. Das bedeutet, dass eine Behinderung je nach Situation mal mehr und mal weniger relevant ist.
Wir sprechen auch darüber, wie die beiden sich selbst positionieren und warum es wichtig ist, dass auch Menschen, die sich als nicht-behindert verstehen, zu diesen Themen forschen.
00:00:00-Intro
00:02:02-Maiks und Elenas Projekte
00:05:20-Behinderung definieren
00:14:30-Über Behinderung sprechen
00:20:10-Disziplinäre Unterschiede
00:25:40-Sexualität und Behinderung
00:34:00-Maiks Feldforschung
00:42:00-Elenas Forschungsziele
00:47:45-Als nicht-behinderte Person forschen
00:58:30-Mit wem spricht man?
01:04:00-Interviews und Zugang
01:12:00-Gesellschaftsbilder
Elena erwähnt am Ende des Gesprächs ihren Artikel „Kritik der Positionalität. Plädoyer für eine relationale Forschungspraxis und Verortung in den Sozial- und Kulturwissenschaften“, der in Thewis. Online-Zeitschrift der Gesellschaft für Theaterwissenschaft erschienen ist.
Maik hat gemeinsam mit seiner Kollegin Miriam Brunnengräber einen Artikel in einem Sammelband geschrieben. Wir ergänzen diesen, sobald er erscheint!
Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden.
Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)
Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)
Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)
Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt.
Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de
Fotos: Stephanie Füssenich